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Meerschweinchen im Alter: 9 Tipps für die richtige Pflege

Meerschweinchen im Alter: 9 Tipps für die richtige Pflege

Wenn die quirligen Nager gemütlicher werden: Meerschweinchen gelten oft schon ab vier Jahren als Senioren. Erfahre in unserem Ratgeber, woran du Altersanzeichen bei deinen Nagern erkennst und wie du sie mit unseren 9 Praxistipps bestmöglich unterstützt.

Ähnlich wie wir Menschen altern auch unsere Meerschweinchen mit der Zeit – anders als wir jedoch nicht erst nach 50 bis 70, sondern bereits nach vier bis fünf Jahren. Die knuffigen Senioren benötigen dann ein besonders wachsames Auge, da sie anfälliger für Krankheiten sind und häufiger beim Veterinärmediziner vorstellig werden sollten. Auch beim Gehege und der Fütterung solltest du bei deinen alternden Meerschweinchen einiges anders machen als bei Jungspunden. Worauf es bei der Pflege von älteren Meerschweinchen wirklich ankommt, erfährst du in unserem Artikel.


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Wie alt werden Meerschweinchen?

Die Lebenserwartung von Meerschweinchen liegt im Durchschnitt bei fünf bis acht Jahren. Wie alt ein Tier tatsächlich wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab: der Genetik, der Rasse, aber vor allem von einer artgerechten Haltung und Ernährung. Während einige Meerschweinchen bereits mit fünf Jahren deutlich abbauen, gibt es auch Tiere die bei bester Gesundheit ein stolzes Alter von zehn Jahren erreichen. In der Regel beginnt das Seniorenalter bei den Nagern etwa ab dem vierten oder fünften Lebensjahr. Ab diesem Zeitpunkt solltest du Veränderungen im Verhalten oder Aussehen aufmerksamer beobachten.

Altersanzeichen bei Meerschweinchen

Dass dein Meerschweinchen langsam in die Jahre kommt, erkennst du meist an subtilen körperlichen und charakterlichen Veränderungen. Typische Anzeichen für den Alterungsprozess sind:

  • Verringerte Aktivität: Die Tiere schlafen mehr, bewegen sich langsamer und zeigen weniger Interesse an wilden Verfolgungsjagden.

  • Veränderung des Fells: Das Fell kann stumpfer werden, die Pigmentierung lässt nach (graue Haare, besonders um die Nase herum) oder das Haar wird dünner.

  • Trübe Augen: Eine leichte, bläulich-weiße Trübung der Linse (Grauer Star) tritt im Alter häufig auf und mindert das Sehvermögen.

  • Gewichtsveränderungen: Viele Senioren verlieren an Muskelmasse und wirken knochiger, während andere aufgrund von Bewegungsmangel eher an Gewicht zulegen.

  • Steifer Gang: Arthrose oder allgemeine Gelenkabnutzung führen dazu, dass die Bewegungen weniger flüssig wirken und Sprünge vermieden werden.

  • Längere Krallen: Da sich alte Tiere weniger bewegen, nutzen sich die Krallen nicht mehr so stark ab und müssen häufiger geschnitten werden.


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9 Tipps für die richtige Pflege eines alten Meerschweinchen

1. Baue das Meerschweinchen-Gehege „barrierefreundlich“ um

Mal ehrlich: Würdest du im hohen Alter gerne auf eine Leiter klettern, um deinen Schlafplatz zu erreichen? Bestimmt nicht! Genauso geht es den alternden Meerschweinchen. Zwar mögen sie möglicherweise noch einigermaßen fit sein, allerdings könnten sie Probleme haben, höher gelegene Ebenen zu erreichen. Baue das Gehege deshalb besser früher als später „barrierefreundlich“ um, indem du Rampen als Hilfsmittel zum Fortbewegen einbaust oder aber die Schlaf- und Ruheplätze auf eine niedrigere Ebene verlegst. Aber Achtung: Meerschweinchen tun sich schwer mit Veränderungen, daher sollte die Umgestaltung behutsam und schrittweise erfolgen. Damit es deine Meerschweinchen im Alter noch gemütlicher haben, kannst du ihr Gehege außerdem „aufpeppen“ – etwa mit Hängematten oder Nestern aus Stoff. Nützlich sind zudem höhenverstellbare Näpfe, um die natürliche Haltung beim Fressen zu bewahren, sowie rutschfeste Unterlagen auf den Wegen, damit die Senioren im hohen Alter nicht im Gehege ausrutschen.

2. Achte besonders auf die Ernährung und passe die Gewohnheiten bei Bedarf an

Auch bei der Ernährung und Fütterung sollten Meerschweinchen-Senioren besonders berücksichtigt werden. Mit zunehmendem Alter sind sie nicht mehr so agil wie ihre jüngeren Artgenossen, sodass es vorkommen kann, dass sie bei der Fütterung „zu kurz kommen“. Um das zu verhindern, solltest du erstens eine barrierefreie und jederzeit leicht erreichbare Futter- und Trinkstelle einrichten. Zweitens kann es unter Umständen erforderlich sein, die „Senioren“ getrennt von den jüngeren Meerschweinchen zu füttern, damit sie ausreichend Wasser und Futter aufnehmen können. Achte außerdem auf das Gewicht der Meerschweinchen-Senioren: Ist ein älteres Tier zu dick, solltest du die Ernährung umstellen. Umgekehrt braucht ein Tier, das zu wenig wiegt, möglicherweise energiereiche Nahrung. Überprüfe regelmäßig das Gewicht der Senioren, um festzustellen, ob möglicherweise ein Über- oder Untergewicht vorliegt. Sollten deine Meerschweinchen-Senioren zu wenig fressen, könnte es daran liegen, dass sie das Futter nicht mehr so gut riechen können und daher weniger Appetit verspüren. Glücklicherweise kannst du es ihnen mit frischen, getrockneten und „duftenden“ Kräutern wieder etwas schmackhafter machen. Aber Achtung: Die „Rentner“ unter den Meerlis sind anfälliger für Harn- und Blasensteine, daher solltest du bestimmte Kräuter mit vielen Mineralien wie Brokkoli oder Petersilie nur in Maßen anbieten.

3. Respektiere das Ruhebedürfnis der alten Meerschweinchen

Ähnlich wie alte Menschen bewegen sich alte Meerschweinchen weniger und brauchen im Alltag mehr Ruhe. Diese solltest du deinen Tieren unbedingt zugestehen und ihnen jederzeit die Möglichkeit geben, sich zurückzuziehen. Schaffe deinen alten Meerschweinchen bewusste Rückzugsorte, wo sie lange und vor allem ungestört schlafen können und es schön kuschelig haben.

Alte Meerschweinchen brauchen mehr Ruhe.
Mit zunehmenden Alter braucht dein Meerschweinchen mehr Ruhe.

4. Unterstütze die Meerschweinchen-Senioren bei der Körperpflege

Mit zunehmendem Alter sind Meerschweinchen-Senioren anfälliger für Gelenkerkrankungen, sodass sie sich nur eingeschränkt selbst pflegen können. Unterstütze die betroffenen Tiere daher bei der Körper- und Fellpflege. Bedeutet: Reinige bei Bedarf die Perinealtaschen und die Geschlechtsteile. Auch das Fell solltest du regelmäßig bürsten, da es bei älteren Meerschweinchen an Glanz verliert und schnell schmutzig und stumpf wird. Damit dein Meerschweinchen-Senior bei der Fell- und Körperpflege nicht allzu gestresst ist, kannst du das Tier mit „Leckerlies“ ablenken und dabei gezielt bürsten.

5. Führe in regelmäßigen Abständen Gesundheitschecks durch

Achte darauf, deine Meerschweinchen-Senioren mindestens einmal pro Jahr, besser jedoch zweimal jährlich, beim Tierarzt vorzustellen. Das hilft dabei, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und Behandlungsmaßnahmen einzuleiten. Im Fokus sollten dabei nicht nur eine allgemeinmedizinische Untersuchung, sondern auch Blut- und Urin-, sowie Zahn-, Augen-, Ohren- und Fellkontrollen stehen. Darüber hinaus ist es sinnvoll, deine alten Meerschweinchen in der Haltung in den eigenen vier Wänden einmal wöchentlich einem „Laien-Gesundheits-Check“ zu unterziehen. Schau dir dabei deine Meerschweinchen genau an und prüfe vor allem Körperregionen wie die Ohren, Augen, Pfoten, Nase und die Analregion auf mögliche Veränderungen. Solltest du bei diesem Check-up Auffälligkeiten wie Hautveränderungen, Ausfluss, veränderten Kot oder anderes beobachten, solltest du mit deinem Tier immer beim Tierarzt vorstellig werden.

6. Achte bei einer weiteren Vergesellschaftung auf die richtigen Partnertiere

Hat dein Meerschweinchen bereits ein stolzes Alter erreicht, dann sollte es keinesfalls noch mit Jungtieren vergesellschaftet werden. Die umtriebigen Jungspunde wären den alternden Senioren schlichtweg zu anstrengend. Sie könnten weder mit ihnen mithalten, noch ihr Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug ausleben. Falls du ein Meerschweinchen durch den Tod eines Partnertieres neu vergesellschaften musst, dann sollte das neue Tier unbedingt ein ähnlich betagtes Alter haben. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn deine Meerschweinchen in einer wirklich, wirklich großen Gruppe leben. Dann können sich „die Alten“ auch mal zurücklehnen, schließlich wird die Erziehung der jungen Hüpfer von anderen Tieren übernommen. Eine gut durchmischte, große Gruppe, in denen auch Jungtiere herumwuseln, kann den Senioren sogar eine Bereicherung bringen, solange sie nicht für die Erziehung zuständig sein müssen und getrennte Ruhe- und Rückzugsbereiche für sich haben.

7. Ermögliche deinen Senioren weiterhin täglichen Freilauf

Zwar bewegen sich Meerschweinchen-Senioren weniger – das bedeutet aber noch lange nicht, dass sie faul und träge sind. Es ist daher sehr wichtig, sie dennoch täglich freilaufen zu lassen. Achte aber darauf, dass du dein Meerschweinchen nicht zum Laufen „zwingst“. Es ist vollkommen normal, dass sich Senioren im Alter auch mal nicht bewegen und einfach nur ausruhen wollen. Das sieht vielleicht am nächsten Tag wieder ganz anders aus und dann freuen sich die Senioren über ein wenig gemütlichen Auslauf.

8. Verwöhne deine Meerschweinchen, sodass sie sich pudelwohl fühlen

Ja, du hast richtig gelesen: In den letzten Monaten oder Wochen darfst du die alten Meerschweinchen ruhig nach Strich und Faden verwöhnen. Reiche ihnen ab und zu ein besonderes Leckerli, richte warme und ruhige Plätze ein und biete deinen Meerschweinchen-Senioren gemeinsame Kuschelstunden an. Meistens – aber nicht immer! – lassen sich alte Meerschweinchen lieber und öfter streicheln als ihre jüngeren Artgenossen. Achte außerdem auf eine wohlig-warme Umgebungstemperatur, da alte Meerschweinchen schneller frieren und dementsprechend mehr Wärme benötigen.

9. Ermögliche deinem Meerschweinchen einen schmerzfreien und erfüllten Lebensabend

So seltsam dieser Punkt klingen mag, selbstverständlich ist er nicht. Denn Krankheiten – und auch Schmerzen – gehen zwangsläufig mit dem Alter einher. Insbesondere chronisch kranke Meerschweinchen leiden, wie wir Menschen auch, mitunter an unzumutbaren Schmerzen. Hier solltest du nicht zögern, euren Tierarzt für den Gesundheitscheck aufsuchen und deinem Meerschweinchen bei Bedarf auch durch Schmerzmittel das Leben leichter machen. Auch wenn das geringe Risiko besteht, dass eine Dauermedikation die Organe schädigen kann. Es kommt selten vor und ist im Vergleich zu einem dauerhaft schmerzbestimmten Leben, bei dem das Tier vor sich hinvegetieren würde, mit Sicherheit das geringere Übel. Setze daher bitte alles daran, dass deine Meerschweinchen-Senioren auch mit schmerzhaften Erkrankungen und auch, wenn sie höhere Schmerzmittelgaben als beispielsweise Hunde benötigen, einen stressfreien und zufriedenen Lebensabend genießen können. Lassen die Schmerzen aber trotz kontinuierlicher Medikamentengabe nicht nach und besteht bei deinem Senior gar keine Aussicht auf ein halbwegs schmerzfreies Leben, dann kann es manchmal sinnvoll sein, dein Tier durch eine bewusste Sterbehilfe zu erlösen, damit es nicht noch länger leidet. Natürlich liegt die endgültige Entscheidung bei dir (und in zweiter Instanz bei deinem Tierarzt), aber in dieser Hinsicht solltest du dich immer fragen, was für dein altes Meerschweinchen die beste Lösung ist.

Fazit: Alte Meerschweinchen pflegen

Die Jahre gehen ins Land und langsam verwandeln sich die jungen Wilden in Senioren, die das eine oder andere Gebrechen plagt. Sofern ein Meerschweinchen bereits einige Jahre alt ist, schlechter hört oder sieht, vermehrt schläft oder sogar die Fütterung verschläft und sich weniger bewegt, kannst du davon ausgehen, ab jetzt einen Senior bei dir zuhause zu haben. Doch nur, weil ein Meerschweinchen-Senior alt ist, bedeutet das nicht, dass das Tier kein schönes Leben mehr haben kann. Du kannst deine Meerschweinchen im Alter unterstützen, indem du ihr Gehege „altersgerecht“ gestaltest, sie bei der Fütterung sowie Körper- und Fellpflege unterstützt und regelmäßige Gesundheitschecks durchführst. Respektiere das erhöhte Ruhebedürfnis der Nager, aber enge sie auch nicht ein – die alternden Senioren freuen sich auch weiterhin über eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und täglichen Freilauf. Außerdem spricht nichts dagegen, die betagten Meerschweinchen während ihres Lebensabends ein wenig zu verwöhnen – auch mit liebevollen Streicheleinheiten, sofern sie dies mögen. Sollte es deinen Meerschweinchen gesundheitlich allerdings nicht mehr gut gehen und sie trotz Schmerzmittel nur noch vor sich hin leiden, kann es manchmal besser sein, sie würdevoll von ihren Qualen zu erlösen. Sollte dann ein altes Partnertier zurückbleiben, dann braucht es erneut ein weiteres Tier an der Seite – am besten ebenfalls einen ruhigen Senior, der gerne kuschelt und den Lebensabend gemütlich verbringt.

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