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Hamster: Alles, was du über die niedlichen Haustiere wissen solltest

Hamster: Alles, was du über die niedlichen Haustiere wissen solltest

Die drolligen Hamster sehen niedlich aus und erfreuen sich als Haustiere großer Beliebtheit. Es gibt viele unterschiedliche Arten der nachtaktiven Einzelgänger, die bei guter Pflege mehrere Jahre alt werden können. In diesem großen Ratgeber-Artikel erfährst du alles Wichtige über die kleinen Nagetiere.

Hamster Steckbrief: Das Wichtigste in Kürze

  • Ordnung: Nagetiere

  • Körpergröße: 5-30 cm

  • Gewicht: 100-600 g

  • Lebenserwartung: etwa 3 Jahre

  • Tagesrhythmus: nachtaktiv

  • Ernährungsweise: Frischfutter, Obst und Gemüse, Kräuter, Sämereien, tierisches Eiweiß

Herkunft der Hamster: Woher kommen die Tiere?

Die kleinen Nagetiere kommen ursprünglich aus Eurasien. Es gibt jedoch auch einzelne Arten, die anderswo verbreitet sind, etwa den Goldhamster, der aus Syrien stammt. Der Feldhamster hingegen ist hierzulande beheimatet, zählt zu den größten Arten und ist vom Aussterben bedroht.

Welche und wie viele Hamsterarten gibt es?

Es gibt schätzungsweise 20 verschiedene Hamsterarten, die sich in Größe, Fellstruktur und Farbe unterscheiden. Zu den bekanntesten Hamsterarten zählen die nachfolgenden:

Goldhamster

Beliebt und weit verbreitet sind die Goldhamster (Mesocricetus auratus) aus Syrien. Charakteristisch für diese Art ist das kurze, glatte und helle Fell. Goldhamster gelten als aufgeschlossen sowie mutiger als ihre Artgenossen und lassen sich unter Umständen sogar mehr oder weniger „zähmen“. Vom Aussehen her können sie verschiedene Farben und Fellstrukturen aufweisen. Üblicherweise sind Goldhamster zwischen 13 und 18 cm groß, bis zu 170 g schwer und erreichen ein Lebensalter von rund drei Jahren.

Roborowski Zwerghamster

Die Roborowski-Hamster sind sehr scheu und bewegen sich nur, wenn sie sich ungestört und unbeobachtet fühlen. Mit einer Länge von rund sechs cm und einem Gewicht von 20 g gilt diese Art als die kleinste Hamsterrasse überhaupt.

Campbell Zwerghamster

Die Campbell-Zwerghamster zeigen ein ausgeprägtes Territorialverhalten und können auch mal launisch oder zickig reagieren. Anders als viele ihrer Artgenossen lassen sie sich teilweise in Gruppen halten und leben monogam.

Dschungarischer Zwerghamster

Diese beliebte Rasse wird bis zu 10 cm groß und 50 g schwer. Dschungarische Zwerghamster gelten als zutraulich und neugierig.

Hamsterhaltung: Worauf kommt es an?

Die Haltungsbedingungen von Hamstern unterscheiden sich gravierend von denen anderer Nagetiere. Anders als Kaninchen und Meerschweinchen leben die Tiere in freier Wildbahn mit Ausnahme der Paarungszeit stets alleine. Daher solltest du sie in der Heimhaltung ebenfalls einzeln halten, denn Vergesellschaftungen schaden den Eigenbrötlern eher und lösen Revierkämpfe aus. Es gibt wenige Arten, die von diesem Muster abweichen. Dazu zählen beispielsweise die Dschungarischen Zwerghamster, die, wenn sie mit einem Tier zusammen aufwachsen, einen weiteren Artgenossen in ihrer Nähe akzeptieren.

Um einem Hamster eine artgerechte Haltung zu bieten, benötigst du einen großen Käfig mit viel Platz, Tunneln und zahlreichen Versteckmöglichkeiten. Da die Kleintiere jeden Tag mehrere Meter laufen, fühlen sie sich in einem großen Gehege mit mehreren Ebenen und Tunneln, Schlafhäuschen, Hindernissen und Röhren sehr wohl. Da die Tiere sehr gerne tief graben, benötigt das Gehege eine mindestens 30 cm tiefe Einstreuschicht, in der Tunnel gegraben werden können. Ebenso spannend kann für die Tiere ein großes Laufrad mit geschlossener Lauffläche sein, auf dem sie sich richtig auspowern können.

Unter Umständen ist es auch möglich, das Tier frei in der Wohnung laufen zu lassen – vorausgesetzt, dass alle potenziellen Gefahrenquellen vorher entfernt werden und das Tier in einem abgesicherten und abgetrennten Bereich auf dem Boden laufen kann.

Was tun, wenn der Hamster trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einmal ausgebüxt ist?

Es kann immer passieren, dass ein Tier trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ausbüxt. Dann muss der Hamster mithilfe eines Köders angelockt und wieder eingefangen werden. Nimm dazu am besten einen leeren Eimer, befülle ihn mit Heu und lege ein Geschirrtuch darüber. Platziere nun Leckereien oder Frischfutter darauf. Kommt der Hamster zum Köder, benötigt er außerdem einen Bücherstapel oder eine Rampe, um zum Köder hinaufklettern zu können. Sobald er in den großen Eimer plumpst, kann er durch das Tuch nicht so leicht wieder entkommen und du kannst ihn schnell ins Gehege zurückbringen.

Hamster richtig füttern: Was fressen Hamster?

Einen Hamster richtig zu füttern, ist kein Hexenwerk. In freier Wildbahn ernähren sich die Nagetiere bevorzugt von Samen, Körnern, Früchten und Blättern, selten auch von Würmern oder Insekten. Achte daher bei der Heimhaltung auf eine abwechslungsreiche Ernährung, die Fertigfutter, Frischfutter und tierisches Eiweiß einbezieht. Beim Trocken- und Fertigfutter kannst du auf Mischungen zurückgreifen, die neben Kräutern und Sämereien auch Hirse, Hafer oder Buchweizen enthalten. Reichere das Fertigfutter mit Frischfutter an und kombiniere beides mit frischen Obst- und Gemüsesorten. An Obstsorten mögen die Nager beispielsweise Äpfel, kernlose Weintrauben sowie Erdbeeren. Bei den Gemüsesorten stehen Gurken, Karotten, Paprika, Sellerie, Tomaten und Zucchini hoch im Kurs.

Komplettiert wird der Speiseplan durch tierisches Eiweiß. Es sollte höchstens zu einem Anteil von 15 Prozent das tägliche Futter ergänzen und kann beispielsweise aus gekochten Eiern, Frischkäse oder mehreren Mehlwürmern bestehen. Jungtiere und Zwerghamster sollten mehr tierisches Eiweiß aufnehmen als andere Arten.

Wie oft sollte ich den Hamster füttern?

Ein Hamster sollte jederzeit am Tag auf frisches Heu zurückgreifen können. Hinzu kommen mehrmals täglich kleinere Portionen an Trockenfutter und Frischfutter. Außerdem ist eine kontinuierliche Wasserversorgung wichtig, die am besten über einen Wasserspender erfolgen sollte.

Warum hamstern Hamster?

Wer kennt sie nicht: Hamster mit dicken Backen, die Vorräte anlegen und in ihre Behausung transportieren. Sind die Backentaschen wie Luftballons aufgeblasen, kann das kleine Tier eine enorme Futtermenge darin sammeln und fortbewegen. Auf einen Menschen umgerechnet würde das bedeuten, dass du bis zu zehn Tafeln Schokolade in deinen Backen hamstern könntest, wenn man von einem Gewicht von 25 Kilogramm ausgeht. Die drollige Verhaltensweise hat jedoch nichts mit Verfressenheit, sondern schlicht und ergreifend mit einem natürlichen Selbsterhaltungstrieb zu tun. Denn die Kleintiere brauchen im kalten Winter, sobald sie in der Natur nichts Frisches mehr zu fressen finden, einen lebenswichtigen Vorrat. Bis zu vier Kilogramm Nahrung, um genau zu sein, während das Tier zwischen November und März seinen Winterschlaf hält. Hamstert dein kleiner Freund in seinem Käfig, so kommt es vor, dass er nicht nur Heu, sondern auch Frischfutter verschleppt. Da dieses Futter schnell vergammelt und Schimmel bilden kann, solltest du Futterreste täglich entfernen und sicherstellen, dass der kleine Nager regelmäßig Nachschub bekommt.

Wie viel kostet ein Hamster eigentlich?

Möchtest du dir einen kleinen Hamster anschaffen? Dann solltest du mit einigen Kosten rechnen. Neben den regelmäßigen Ausgaben für Futter und Pflege kosten zunächst einmal das Tier selbst, als auch das Gehege Geld. Je nach Art bezahlst du pro Tier im Tierhandel zwischen 15 und 30 Euro. Hinzu kommt das Gehege, das, abhängig von der Größe, mehrere Hundert Euro kosten kann.

Kann man mit einem Hamster kuscheln und knuddeln?

Hamster laden alleine schon mit ihrem äußeren Erscheinungsbild zum Kuscheln und Knuddeln ein. Doch genau genommen handelt es sich um alles andere als verkuschelte Tiere, die ständig Zuwendung suchen. Im Gegenteil: Die nachtaktiven Hamster schlafen am Tag viel und ziehen sich an versteckte, dunkle Orte zurück. Sofern sie tagsüber lauten Geräuschen wie dem Fernseher oder Kindergeschrei ausgesetzt sind und sich nicht ausreichend regenerieren können, werden die Kleintiere aggressiv und gereizt. Wenn überhaupt, lassen sie sich mit viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Leckerlis nach einer Weile streicheln. Dennoch ist es nicht so, dass Hamster den Körperkontakt genießen. Sie sehen es vielmehr als notwendiges Übel, um Futter zu bekommen, und unterscheiden sich in dieser Hinsicht gravierend von anderen Nagetieren.

Wer ein kuscheliges, verschmustes Haustier sucht, liegt mit einem Hamster allerdings falsch. Aus diesen Gründen eignen sich die Kleintiere auch nur bedingt für Haushalte mit Kleinkindern – und nur, sofern sie tagsüber einen ruhigen Raum zur Verfügung haben. Größere Kinder, die abends länger wach sind und die Bedürfnisse der Nager nachvollziehen können und akzeptieren, erfreuen sich wiederum an Hamstern und ihren Eigenheiten.

Die Körpersprache der Hamster: Was bedeuten die Geräusche der kleinen Nager?

Wie andere Nagetiere auch machen Hamster Geräusche und Laute, um zu kommunizieren. Ein sehr häufiges Verhalten ist das Aufstellen des gesamten Körpers, das Neugierde ausdrückt und zeigt, dass die Tiere ihre Umgebung genau beobachten. Unterhalten können sich Hamster auch, indem sie „brabbeln“ und so als „gesprächig“ wahrgenommen werden. Brüllt ein Tier wiederum und streckt die Vorderpfoten von sich, dann sollte man dem Tier besser nicht zu nahekommen – es spricht eine Warnung aus und könnte beißen. Wenn Hamster müde sind, dann gähnen sie wie wir Menschen – ebenso kreischen oder quieken sie, wenn sie Angst haben, in Ruhe gelassen werden möchten oder sich verunsichert fühlen. Hat ein Hamster rundum gute Laune, kann es passieren, dass er durch die Gegend springt – rennt er davon, dann hat ihn jedoch irgendetwas einen Schreck eingejagt.

Wie lange schlafen Hamster?

Die meisten Arten sind nachtaktiv, verschlafen fast den ganzen Tag und stehen zwischen 20 und 22 Uhr auf. Einige Zwerghamster sind tagsüber mal kurz wach, um etwas zu fressen, und legen sich dann wieder hin.

Fazit: Hamster als Haustiere halten

Hamster sind nachtaktive Einzelgänger, die sich gerne verstecken und, wenn sie wach sind, ihre Umgebung ausgiebig beobachten. Sie haben einen außerordentlich hohen Platzbedarf, brauchen viele Versteck- und Beschäftigungsmöglichkeiten und sind eher scheu im Umgang mit Menschen. Anders als andere Nagetiere sind Hamster keine Kuscheltiere, fühlen sich schnell bedrängt und neigen dazu, bei akuter Angst oder Unsicherheit auch mal zu beißen. Sie eignen sich wiederum hervorragend für geduldige Halter, welche die Tiere tagsüber in Ruhe schlafen lassen, bereit sind, in ein mindestens 120 x 50 cm großes Gehege zu investieren, und die kleinen Fellknäuel gerne beobachten, ohne sie zu stören.

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