Hunde, die nicht haaren: Diese 14 Rassen verlieren kaum Fell
Gibt es Hunde, die gar nicht haaren? Die kurze Antwort: Nein. Aber es gibt Rassen, die extrem wenig Fell verlieren! Diese 14 Hunderassen haaren nur wenig und sind ideal für ein sauberes Zuhause.
Einen vierbeinigen Freund im Haus zu haben, der ständig Haare auf dem Sofa verliert, bedeutet eine Menge Aufwand und Fürsorge. Dementgegen gibt es aber auch Rassen, die kaum Haare verlieren und dementsprechend pflegeleicht zu handhaben sind. In diesem Beitrag bekommst du einen Überblick über die Rassen, die wenig Fell verlieren, und erfährst, was es im Umgang und der Pflege zu beachten gilt.
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Gibt es Hunderassen, die gar nicht haaren?
Nein, es gibt keine Hunderassen, die nicht haaren. Denn jeder Vierbeiner hat einen mehr oder weniger starken Haarausfall, der physiologisch bedingt ist und einem natürlichen Zyklus unterliegt. Wie viele Haare ein Hund wirklich verliert, richtet sich unter anderem nach der Rasse, dem Alter und dem Gesundheitszustand sowie den Hormonen. In bestimmten Fällen – etwa bei einem Nährstoffmangel oder einem Befall mit Parasiten – verlieren Hunde deutlich mehr Haare. Es gibt aber Rassen, die von Natur aus sehr wenig Haare verlieren und somit nicht büschelweise Fell auf dem Sofa hinterlassen. Dabei handelt es sich meistens um Hunde, deren Fell einlagig ist oder keine Unterwolle hat. Auch kleine Rassen mit lockigem Fell verlieren weniger Haare, da sie diese nicht so stark in der Umgebung verteilen und die losen Haare erst beim Bürsten herausgekämmt werden.
Welche Vorteile bringen nicht haarende Hunderassen mit sich?
Nicht haarende Hunderassen verlieren nicht nur weniger Fell, sondern auch weniger Hautschuppen, sodass sie sich prinzipiell eher für Allergiker eignen. Auch Menschen mit Asthma sollten sich einen weniger stark haarenden Vierbeiner zulegen, da weniger Allergene, welche die Atemwege reizen könnten, in die Umgebungsluft geraten. Zudem geraten weniger Haare auf die Kleidung und auf Textilien oder in Abflüsse, wo sie sogar zu Verstopfungen beitragen können.
Diese Rassen verlieren sehr wenige Haare
Falls du nach einem pflegeleichten Vierbeiner suchst, der wenig Unterwolle verliert, eignen sich diese Rassen perfekt für dich:
Afghanischer Windhund
Diese athletisch aussehenden Hunde haben neben ihrem schlanken und majestätisch anmutenden Körper ein seidig-langes Fell, das kaum an Haaren einbüßt.
Basenji
Der mittelgroße Basenji hat ein kurzes und dünnes Fell. Im Vergleich zu anderen Rassen findet kein saisonaler Fellwechsel statt.
Berger Picard
Der Berger Picard, der zur Gruppe der französischen Schäferhunde gehört, hat zwar eine wuschelige Mähne, aber kein übermäßig haarendes Fell. Das liegt daran, dass die Struktur des Fells dem einer Ziege gleicht und somit wenig Haare verliert – wenn es regelmäßig gekämmt wird.
Bichon Frisé
Obwohl der Bichon Frisé ein lockiges Fell hat, verliert er kaum Haare. Damit seine Haarpracht auch weiterhin flauschig und schön bleibt, solltest du es regelmäßig schneiden und rund einmal pro Woche kämmen.
Havaneser
Auch der Havaneser bringt ein seidiges Fell mit und hat keinen saisonal bedingten Fellwechsel. Doch auch diese Rasse benötigt konsequente Pflege, damit ihr Fell nicht verfilzt.
Kerry Blue Terrier
Die mittelgroße Rasse aus Irland ist mit ihrem weichen, kaum Haare verlierenden Fell gut für Allergiker geeignet. Es ist aber erforderlich, das Fell des Kerry Blue Terriers regelmäßig zu stutzen und zu bürsten, damit keine Verfilzungen entstehen.
Labradoodle
Der Labradoodle ist ein hypoallergener Mix aus Pudel und Labrador, der – je nach Züchtung – wenig Haarverlust zeigt. Selbiges trifft auf den Goldendoodle zu, wobei es auch hier auf die Zucht ankommt.
Portugiesischer Wasserhund
Der Portugiesische Wasserhund hat ein lockiges und welliges Haarkleid, das kaum Unterwolle verliert. Dennoch handelt es sich um eine pflegeintensive Rasse, deren stetig wachsendes, wasserabweisendes Fell regelmäßig gebürstet werden
Pudel
Pudel haben zwar ein lockiges und krausiges Fell, jedoch verlieren sie kaum Haare. Dennoch solltest du die Fellpflege nicht vernachlässigen und das Haarkleid regelmäßig bürsten, um verfilzte Stellen zu vermeiden.
Malteser
Der Malteser beeindruckt durch sein langes und seidiges Fell, das jedoch kaum ausfällt. Dennoch sind Malteser im Vergleich zu anderen Rassen, die nicht haaren, eher pflegeintensiv – ihr Fell muss regelmäßig geschnitten und gebürstet werden.
Nackthunde
In die Kategorie der Nackthunde gehören Rassen wie der Chinesische Schopfhund oder der Xoloitzcuintle. Diese Rassen haaren kaum, da sie lediglich in bestimmten Körperregionen Unterwolle haben. Dafür ist ihre Haut umso empfindlicher bei Sonne und Kälte und muss daher besonders intensiv gepflegt und geschützt werden.
Schnauzer
Die eigenwilligen und energiegeladenen Terrier-Rassen mit typischem Schnauzer sabbern kaum und haaren dank der drahtigen Fellstruktur so gut wie gar nicht. Daher bieten sie sich gut für Allergiker an, da sie zudem wenig Hautschuppen produzieren.
Shih Tzu
Der aus dem Tibet stammende chinesische Tempelhund verliert trotz seines langen Fells kaum Haare.
Yorkshire Terrier
Die Haarstruktur eines Yorkshire-Terriers ist der eines Menschen ähnlich, sodass diese Rasse wenig Fell verliert. Ihr Fellkleid kommt ohne Unterwolle aus und unterliegt auch nicht dem saisonalen Wechsel. Es ist allerdings erforderlich, dass du das Fell regelmäßig stutzt.
Tipps für die Fellpflege bei nicht haarenden Hunderassen
Kämm deinen Hund mit dem richtigen Werkzeug, das zur jeweiligen Haarstruktur passt. Bei einem Hund mit kurzen Haaren solltest du am besten eine weiche Bürste aus Gummi verwenden. Bei Tieren mit langem Haar, die ein drahtiges und dichtes Fell haben, eignen sich drahtige Bürsten und Kämme. Arbeite dich mit Kamm und Bürste immer vom Kopf beginnend in kleinen Abschnitten vor und entferne verfilzte Stellen ganz behutsam und vorsichtig mit einer Schere.
Manche Hunde, die nicht haaren, haben einen schier unendlichen Fellwuchs, der gebremst werden muss. Ansonsten würde ihnen das Fell irgendwann über Ohren und Augen wachsen. Um das zu verhindern, solltest du das Fell regelmäßig bürsten und anschließend in Wuchsrichtung scheren, damit keine Hautirritationen entstehen.
Beim Trimmen kürzt du das Fell nicht nur, sondern ziehst es mit einem speziellen Werkzeug direkt aus der Haut heraus. Das ist für deinen vierbeinigen Freund nicht unangenehm, sondern bringt ihm nur Vorteile: Das regelmäßige Trimmen wirkt verfilzten Stellen und Juckreiz entgegen. Auch beim Trimmen solltest du das Fell zunächst bürsten, dann am Kopf beginnen und dich langsam an den Seiten vorarbeiten.
Fazit: Hunde, die nicht haaren
Rassen, die gar keine Haare verlieren, gibt es nicht – allerdings verlieren einige Rassen nur sehr wenig Haare. Dennoch bedeutet das nicht, dass du die Fellpflege dieser Rassen vernachlässigen solltest, im Gegenteil: Es ist erforderlich, das Fell regelmäßig zu bürsten, zu kämmen und auch zu trimmen. Zudem werden auch Rassen wie Malteser, Schnauzer und Pudel gelegentlich ein bisschen Fell einbüßen, sodass du keine blitzblanke Wohnung erwarten kannst. Dafür erleichtern es dir Hunde mit wenig Haarverlust, deinen Haushalt sauber zu halten, da du nicht jeden Tag mit dem Staubsauger oder der Fusselrolle hantieren musst. Zwar musst du mehr Zeit und Mühe in die Fellpflege deines Vierbeiners investieren – aber das macht man für den tierischen Liebling doch gerne.
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