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Können Hunde weinen?

Können Hunde weinen?

Haben Hunde einen Tränenfluss und können sie im klassischen Sinne wie wir Menschen weinen?

Hunde haben keinen eigentlichen Tränenfluss wie wir Menschen, wenn sie traurig sind. Sie zeigen eher durch ihre Körpersprache und bestimmte Laute, dass sie Trauer empfinden. Wenn sie jaulen, winseln oder bellen, signalisieren die Vierbeiner also, dass es ihnen nicht gut geht. Das bedeutet aber nicht, dass Hunde keinen Schmerz oder keine Trauer empfinden. Denn sie können sehr wohl Angst haben, Schmerzen erleiden oder traurig sein – ebenso wie wir Menschen.

Ähnlich wie bei uns entstehen die Emotionen der Fellnasen in ihrem Gehirn und entwickeln sich bereits im Welpenalter. Es gibt allerdings einen großen Unterschied: Die Tränenkanäle halten die Augen der Vierbeiner trocken und sauber und produzieren nicht in erster Linie Tränenflüssigkeit, damit Hunde weinen können. Generell unterscheiden Experten bei Hunden zwischen der basalen und der reaktiven Tränenproduktion. So dient die basale Tränenproduktion dazu, die Hornhaut und das Gewebe feucht zu halten. Die reaktive Tränenproduktion setzt ein, wenn die Augen des Hundes aus irgendeinem Grund gereizt sind.

Wie Hunde wirklich ausdrücken, dass sie traurig sind

Obwohl Hunde bei Trauer keine Tränen vergießen, kannst du trotzdem anhand ihrer Körpersprache erkennen, ob sie traurig sind. Diese Trauer tritt vor allem dann auf, wenn ein geliebter Mensch oder ein anderes Partnertier plötzlich stirbt. Auch durch einen Umzug oder eine vorübergehende Trennung kann ein Hund einen tierischen oder menschlichen Begleiter verlieren und Anzeichen von Traurigkeit zeigen. Weiterhin stressen gravierende Veränderungen in der Umgebung oder emotionale Vernachlässigung einen Hund mitunter derart, dass er traurig reagiert.

Daran erkennst du, ob dein Hund trauert:

er sucht auffällig viel Kontakt zu seinen Artgenossen oder Menschen

er zieht sich zurück und braucht viel Zeit für sich allein

dein Hund jault, winselt oder bellt viel

Hecheln, schnelles Atmen und ein unruhiges Verhalten können ebenfalls Anzeichen von Trauer sein

Müdigkeit, Lustlosigkeit und Appetitlosigkeit deuten ebenfalls auf eine Phase der Trauer hin

Tipp: Ebenso wie wir Menschen sind Hunde individuelle Wesen und drücken ihre Trauer auf unterschiedliche Arten aus. Sobald du bemerkst, dass sich dein Vierbeiner nicht wohlfühlt, solltest du versuchen herauszufinden, ob er „nur“ traurig ist oder tatsächlich auch krank sein könnte. Falls es sich um eine Trauerreaktion handelt, so kannst du deinen Hund mit emotionaler Fürsorge, Streicheleinheiten und gemeinsamen Spaziergängen aufzumuntern versuchen. Falls dein Hund wenig oder gar nicht mehr frisst, solltest du ihn zu einem Tierarzt bringen, da in diesen Fällen eine Erkrankung ursächlich sein könnte.

Können Hunde weinen, weil sie sich besonders freuen?

Es mag überraschend sein, aber: Hunde können tatsächlich vor Freude weinen. So haben der Wissenschaftler Takefumi Kikusui und sein Team von der Azabu University in Japan in einer Studie herausgefunden, dass die Vierbeiner in besonderen Momenten vor lauter positiver Emotionen Tränen vergießen können. Diese Erkenntnis bekamen die Wissenschaftler, indem sie feststellten, dass die Vierbeiner in Testversuchen mehr Tränenflüssigkeit produzierten, wenn sie ihre Besitzer oder Besitzerinnen nach etwa fünf bis sieben Stunden Abwesenheit wiedersehen. Diese „Freudentränen“ hängen mit dem Bindungshormon Oxytocin zusammen und sind dann am stärksten, wenn Hunde ihre eigenen Besitzer wiedersehen. Deshalb scheinen Hunde, etwas anders als wir Menschen, vor allem in glücklichen Situationen wie etwa dem Wiedersehen Tränen zu produzieren.

Feuchte Augen beim Hund: Diese Ursachen können sonst noch dahinterstecken

Falls dein Hund nicht traurig ist, können auch andere Ursachen für die feuchten Augen verantwortlich sein. So können beispielsweise bestimmte Allergien tränende Augen auslösen. Auch ein verstopfter Tränenkanal oder externe Umwelteinflüsse wie Rauch oder Chemie können zu feuchten Augen oder Reizungen führen. In diesen Fällen ist ein Besuch beim Tierarzt nicht unbedingt erforderlich, da die Beschwerden häufig von selbst zurückgehen. Anders sieht es bei einer klassischen Bindehautentzündung aus: Hier leidet deine Fellnase an roten, geschwollenen und möglicherweise verklebten Augen mit gelber Tränenflüssigkeit und gehört in tierärztliche Behandlung. Eine ernstzunehmende Erkrankung liegt außerdem vor, wenn der Innendruck eines oder beider Augen erhöht ist. Hier spricht man aus medizinischer Sicht von einem Grünen Star, der ohne zeitnahe Behandlung zu einer Erblindung des Tiers führen kann.

Fazit: Hunde trauern durch ihr Verhalten, nicht indem sie weinen

Hunde weinen, anders als wir Menschen, nicht im klassischen Sinne, wenn sie traurig sind. Sie offenbaren ihre Trauer mit bestimmten Verhaltensweisen, etwa Rückzug, Winseln, Bellen oder durch einen eingezogenen Schwanz. Solltest du bemerken, dass dein Hund ungewöhnlich lange traurig ist und sich sein Verhalten nach einiger Zeit nicht bessert, kann es sinnvoll sein, mit ihm einen Tierarzt aufzusuchen, um gesundheitliche Ursachen für seine Verhaltensänderung auszuschließen.

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