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Wichtige Hamsterkrankheiten: Anzeichen, Symptome und Behandlung

Wichtige Hamsterkrankheiten: Anzeichen, Symptome und Behandlung

Symptome erkennen: Woran erkennt man, dass der Hamster krank ist?

Es gibt bestimmte Symptome, die eindeutig darauf hinweisen, dass ein Hamster Krankheiten hat. Daher solltest du Verhaltensauffälligkeiten, so gering sie auch sein mögen, immer ernst nehmen und rechtzeitig zum Tierarzt gehen. Denn je eher bestimmte Erkrankungen diagnostiziert werden, desto besser lassen sie sich behandeln. Diese Symptome deuten auf das Vorliegen einer oder mehrerer Krankheiten beim Hamster hin:

  • Hamster frisst nicht mehr (Appetitlosigkeit, Aussortieren, komplette Verweigerung)

  • Hamster trinkt sehr viel oder wenig Wasser

  • Bewegungslosigkeit, Apathie

  • Hamster atmet schnell

  • plötzliche Gewichtszunahme oder -abnahme

  • Veränderungen im Kot oder Urin

  • Atemprobleme

  • Wesensveränderungen (Hamster verkriecht sich oder zeigt aggressives Verhalten)

Wenn die Nase läuft: Atemwegserkrankungen beim Hamster

Hatschi! Auch Hamster können eine Erkältung bekommen, allerdings verläuft diese bei den Nagern wesentlich schwerwiegender als bei uns Menschen. Ganz egal, ob diese durch Viren, Pilze oder Bakterien ausgelöst werden: Sollte dein Hamster niesen, husten, Schnupfen oder auch tränende Augen haben, musst du aktiv werden und den Tierarzt aufsuchen. Der Mediziner wird deinen Hamster mit einem Antibiotikum und einer Darmkur behandeln und dir raten, bestimmte Risikofaktoren, die Erkältungen begünstigen – Zugluft, niedrige Temperaturen, mangelnde Hygiene, Zigarettenrauch und Ähnliches – zukünftig zu vermeiden.

Diabetes beim Hamster – wenn der Blutzuckerspiegel nicht in Ordnung ist

Diabetes beim Hamster ist ebenso wie bei uns Menschen nicht so leicht zu diagnostizieren und kann folglich länger unbemerkt bleiben. Zu viel Zucker und fetthaltige Nahrungsmittel können Diabetes beim Hamster begünstigen. Die chronische Stoffwechselerkrankung äußert sich durch einschlägige Symptome, zu denen häufiges Wasserlassen, Durst, Gewichtsverlust, Schwäche und Müdigkeit gehören. Falls du den Verdacht hast, dass dein Hamster an Diabetes leiden könnte, führt euer Tierarzt eine Blutzuckermessung durch. Bei einer vorliegenden Diagnose verordnet der Mediziner eine spezielle Diät.

Entzündliche Erkrankungen beim Hamster: Diese gibt es

Es kommt häufiger vor, dass Hamster an einer entzündlichen Erkrankung leiden. Hier erfährst du, welche am häufigsten vorkommen.

Augenentzündung:

Bei Hamstern kommt es vor, dass die Augen verklebt und entzündet sind. Veterinärmediziner unterscheiden hierbei zwei Arten der Augenkrankheiten voneinander – die Konjunktivitis und die Keratokonjunktivitis. Bei der Konjunktivitis bildet sich entweder durch eine bakterielle Infektion oder durch einen Abszess, aber auch durch Bisswunden oder Schmutz und Staub eine Schwellung an den Augenlidern, die mitunter eine ganze Gesichtshälfte betrifft. Bei einer Keratokonjunktivitis wurde die Hornhaut durch Staub oder Schmutz verletzt. Das betroffene Auge tränt viel und trocknet dann aus, wobei das Augenlid verkleben kann.

Bei tränenden oder verklebten Augen solltest du mit deinem Hamster daher unbedingt den Tierarzt aufsuchen, denn solche Erkrankungen sind meistens ein Notfall. Glücklicherweise lassen sich die meisten Erkrankungen der Augen mit antibiotischen Augensalben oder -tropfen gut behandeln, nur selten sind operative Eingriffe nötig.

Entzündung der Backentaschen

Eine Entzündung der Backentaschen kann bei allen Hamsterarten auftreten. Mitunter entwickelt sich diese durch eine falsche Fütterung, etwa, wenn der Hamster Süßspeisen frisst. Dann sind die Backentaschen verstopft und müssen schnellstmöglich durch einen Tierarzt geleert werden.

Entzündung der Bauchdrüsen

Zu einer Entzündung der Bauchdrüsen kommt es bei Zwerghamster-Männchen, die etwas älter sind oder gerne ihr Revier ausgiebig markieren. Erkennbar ist diese Erkrankung durch eine gerötete und vergrößerte Bauchdrüse, die der Tierarzt ausreinigt oder mit Antibiotika behandelt.

Blasenentzündung

An einer Blasenentzündung können alle Hamsterarten leiden. Sie macht sich relativ eindeutig durch Blut im Urin, Schmerzen und Appetitlosigkeit bemerkbar. Hamster mit Blasenentzündungen benötigen neben einer Wärmebehandlung Antibiotika, die gegen die zugrundeliegenden Bakterien wirken.

Entzündung der Gebärmutter

Bei einigen Hamster-Weibchen, vorwiegend bei Gold- und Zwerghamstern, kann sich die Gebärmutter entzünden. Dann reagieren betroffene Hamster damit, dass sie sich weniger bewegen, zu veränderten Zeiten aufstehen und einen vermehrten Ausfluss haben. Da diese Entzündung mit starken Schmerzen einhergeht und sehr gefährlich werden kann, solltest du deinen Hamster bei diesen Symptomen sofort zum Tierarzt bringen. Dieser leitet eine Therapie mit Antibiotika ein.

Entzündung der Gelenke

Entzündlichen Gelenken liegt meistens ein Vitaminmangel zugrunde. Um dem vorzubeugen, solltest du deinen Hamster mit ausreichend Vitamin E versorgen, das beispielsweise in Quark, Joghurt und frischem Gemüse steckt.

Hirnhautentzündung

Eine Hirnhautentzündung tritt bei Hamstern auf, die zwischen drei und sechs Monaten alt sind, und wird durch Viren verursacht. Ältere Tiere sind von der Erkrankung folglich nicht betroffen. Diese gilt als schwer diagnostizierbar, vor allem, weil sie nur selten eindeutige Symptome wie Streckkrämpfe oder Lähmungserscheinungen verursacht. Falls du einen solchen Verdacht hast, ordnet der Tierarzt einen Bluttest an und verschreibt dann, wenn die Erkrankung festgestellt wurde, eine drei Wochen andauernde Behandlung. Es ist möglich, dass sich die Erkrankung auf einen Menschen übertragen kann. Dann treten grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Gelenk- oder Kopfschmerzen auf, die sich in manchen Fällen zu einer schweren Verlaufsform wie der Meningozephalitis entwickeln können. Aus Gründen der Vorsicht wird Schwangeren gänzlich von einer Hamsterhaltung abgeraten, da die Erkrankung auch das ungeborene Baby befallen und Missbildungen sowie Fehlgeburten auslösen kann.

Wenn es juckt und kratzt: Hautkrankheiten bei Hamstern

Zu den häufigsten Erkrankungen bei Hamstern gehören solche, von denen die Haut betroffen ist. Bei anhaltendem Juckreiz, geröteten Stellen, Schuppen, Geschwüren oder Wunden auf der Haut kannst du von einer Erkrankung ausgehen. Oftmals handelt es sich dabei „nur“ um eine Allergie, mitunter können aber auch Pilze oder Parasiten wie Milben und Haarlinge dahinterstecken.

Pilze sind ansteckend, sodass du nach dem Kontakt mit betroffenen Tieren auf eine korrekte und gründliche Handreinigung achten solltest. Gegen den Hautpilz verschreibt der Tierarzt eine Salbe, die du bei dem betroffenen Tier auf der Haut anwendest. Es ist wichtig, dass du die korrekte Dosierung mit dem Tierarzt besprichst und einhältst – eine zu geringe Dosis kann wirkungslos sein, während eine Überdosierung schwerwiegende Nebenwirkungen auslösen kann. Nach der erfolgreichen Behandlung musst du das Hamstergehege gründlich reinigen und desinfizieren, damit keine Parasiteneier zurückbleiben und eine erneute Ansteckung verhindert wird.

Parasiten indes lassen sich eindeutig durch Krabbeltiere im Gehege erkennen. Falls es sich um Milben handelt, lassen sich diese mit einem Tesa-Streifen fixieren und beim Tierarzt bestimmen. Am häufigsten kommen die Räudemilben vor, die bei den Weibchen nur die Ohren, bei Männchen den gesamten Körper befallen. Beachte bitte, dass viele Milbenarten auch auf Menschen gehen und es deshalb notwendig ist, das komplette Gehege zu leeren und zu reinigen. Es sollte dann einige Zeit trocknen und leerstehen. Solange muss der Hamster in einem gereinigten Unterschlupf wohnen. Um eine tierärztliche Behandlung kommst du nicht umhin, da der Befall mit Räudemilben bei Hamstern ansonsten tödliche Folgen hat.

Eine sehr langwierige Behandlung ist erforderlich, wenn ein Hamster Läuse hat. Die Parasiten sind mit bloßem Auge erkennbar, legen Eier im Fell ab und können sich auch auf Menschen und andere Haustiere übertragen. Umso wichtiger ist es, Hamster mit Läusen schnellstmöglich beim Tierarzt vorzustellen, damit dieser ein abtötendes Mittel verschreibt.

Verdauungsprobleme beim Hamster: Durchfälle und Verstopfungen

Verdauungsprobleme wie Durchfälle oder Verstopfungen können bei allen Hamstern auftreten und mal mehr, mal weniger schwerwiegend sein. Durchfälle können durch eine falsche Ernährung, Stress, Infektionen oder Vergiftungen entstehen. Du bemerkst den Durchfall durch weichen oder flüssigen Kot und einen aufgeblähten Bauch. Damit keine Komplikationen auftreten, solltest du deinen geschwächten Hamster zeitnah beim Tierarzt untersuchen lassen.

Das genaue Gegenteil, die Verstopfung, tritt häufig bei einer ballaststoffarmen Ernährungsweise auf und äußert sich darin, dass der Hamster selten Kot absetzt. Dieser Erkrankung kannst du vorbeugen, indem du deinen Hamster mit ausreichend Ballaststoffen und jederzeit frischem Trinkwasser versorgst. Bei einer schwerwiegenden Verstopfung kann ein Gang zum Tierarzt und eine medikamentöse Behandlung erforderlich sein. Diese Medikamente stärken die Darmflora und unterstützen die Genesung.

Achtung: Bei einigen Verdauungsbeschwerden handelt es sich um einen absoluten Notfall, der eine unmittelbare Behandlung beim Tierarzt erfordert! Dazu gehört der Darmvorfall, bei dem der Enddarm als roher Fleischknubbel sichtbar ist und stärkste Schmerzen verursacht. Bekannt ist außerdem die sogenannte „Nassschwanz“-Krankheit, an der überwiegend Jungtiere leiden. Treten bei Jungtieren bis acht Wochen Lebensalter plötzlich starke, blutige Durchfälle und ein nasses Hinterteil auf, sind diese umgehend von der Gruppe zu trennen und tierärztlich zu untersuchen. Da die „Nassschwanzkrankheit“ binnen weniger Tage immer tödlich endet, ist eine rechtzeitige Behandlung notwendig, damit der junge Hamster wieder vollständig gesundet. Während der akuten Krankheitsphase darfst du zudem kein Grünfutter, sondern nur spezielles Päppelfutter reichen.

Tumore (Krebserkrankungen) beim Hamster

Leider können Hamster ebenso wie wir Menschen an bösartigen Krebsgeschwüren leiden. Die Beschwerden sind unterschiedlich und hängen mit der Krebsart und den betroffenen Organen zusammen. Viele Hamster, die an Krebs erkranken, haben keinen Appetit mehr, nehmen ab oder zeigen ein ungewöhnliches Verhalten. Ein höheres Risiko für Tumore als Krankheiten haben ältere Hamster, deren Immunsystem nicht mehr so leistungsfähig ist wie das der jungen Artgenossen. Es ist nicht möglich, Krebserkrankungen zu 100 Prozent vorzubeugen, doch einige Maßnahmen helfen dabei, sie frühzeitig zu erkennen: Unterziehe deinen Hamster regelmäßig einem Gesundheitscheck, indem du ihn nach Beulen oder harten Knoten unter der Haut abtastest. Hast du einen Verdacht, dass eine Tumorerkrankung vorliegt, hilft nur der Gang zum Tierarzt. Hier zählt wirklich jede Minute, denn mitunter lässt sich ein schnell wachsendes Geschwür noch operativ entfernen.

Verletzungen beim Hamster

Natürlich können sich Hamster wie wir Menschen auch verletzen. Die häufigsten Verletzungen ziehen sich die Nager beim Aufeinandertreffen mit Artgenossen zu. Hierbei spricht man von Bisswunden, die sich häufig am Kopf, an der Flanke oder am After befinden. Bisswunden sind ein Notfall, da sich aus ihnen Infektionen entwickeln können, und gehören schnellstmöglich tierärztlich versorgt.

Auch spitze oder scharfe Gegenstände können zu Verletzungen beim Hamster führen. Oft betroffen sind die Backentaschen, die sich infolge der Wunde entzünden können. Bringe deinen Hamster, wenn du eine solche Wunde feststellst, sofort zum Tierarzt.

Beim Freilauf können sich die kleinen Nager sogar schmerzhafte Knochenbrüche zuzuziehen. Damit das nicht passiert, solltest du Gefahrenquellen aus dem Weg räumen und den Freilauf sicher gestalten. Kam es bereits zu einem Knochenbruch, muss die betroffene Stelle geröntgt werden, um festzustellen, ob eine operative Behandlung möglich und sinnvoll ist.

Zahnprobleme beim Hamster

Alleine durch ihre ständig nachwachsenden Schneidezähne sind Hamster anfällig für Zahnleiden. Falls es zu einer Fehlstellung oder anderen Problemen kommt, macht sich dies vor allem durch ein verändertes Fressverhalten bemerkbar. Betroffene Tiere haben Probleme beim Kauen, setzen viel Speichel ab, magern ab und haben Schmerzen. Es ist notwendig, dass du das kranke Tier beim Tierarzt vorstellst, der dann entscheidet, welche Behandlung erfolgen muss.

Erkrankungen beim Hamster vorbeugen: Das kannst du tun

Mitunter entstehen Krankheiten beim Hamster – etwa so wie bei uns Menschen auch – dann, wenn die Tiere gestresst sind. Laute Musik, ständiger Lärm oder auch Temperaturschwankungen stören das Nagetier und setzen es unter Stress. Damit der Hamster gar nicht erst erkrankt, kannst du zumindest typische Stressfaktoren eliminieren und so manchen Erkrankungen vorbeugen.

Sorge deshalb in dem Zimmer, in dem der Hamster in seinem Käfig wohnt, zu jeder Jahreszeit für eine konstante Raumtemperatur. Achte außerdem darauf, dass dein Hamster richtig und artgerecht ernährt wird. Setze auf ein großes Gehege, das an einem gut belüfteten Ort mit etwas, aber nicht voller Sonneneinstrahlung steht. Setze auf Beschäftigungsmöglichkeiten, damit der Nager auch geistig ausgelastet ist und nicht vor Langeweile krank wird. Abschließend ist auf eine gründliche Hygiene zu achten: Wenn du selbst krank bist, solltest du das Gehege nur mit Handschuhen oder mit desinfizierten Händen anfassen. Mindestens einmal, besser zweimal im Monat solltest du das Einstreu wechseln. Näpfe solltest du einmal wöchentlich heiß waschen und die Toilettenschalen mindestens alle drei Tage gründlich reinigen.

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