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Zwergwidder: Rassenportät

Zwergwidder gelten mit ihrer kleinen Größe als sehr niedliche Haustiere. Charakteristisch sind ihre langen Schlappohren, die insbesondere Kinderherzen höherschlagen lassen. Damit sie ein langes und gesundes Leben haben, benötigen Zwergwidder die richtige Ernährung und liebevolle Fürsorge. 

Aussehen – die Farben der Zwergwidder

Zwergwidder zeichnen sich durch viele verschiedene Farbeinschläge aus. Selbst die Farben der Augen können variieren. Insgesamt gibt es mehr als 40 anerkannte Farben bei den Schlappohren. Häufig findest du beim Zwergwidder unterschiedliche einfarbige Grautöne, aber auch Zwergwidder mit blauem Fell. Anerkannt ist außerdem die „Thüringerfarbe“, also gelbbraun mit dunklen Fellstellen. Auch Zwergwidder in gescheckten Farben sind beliebte Haustiere, wobei sie grau-weiße oder siam-blaue Fellfarben haben können.

Mitunter kommt es zu leichten oder schwereren Farbfehlern als bei den Ausgangsrassen. Als „leichte Farbfehler“ bei Zwergwiddern definieren die Züchter leicht fleckige oder unreine Deckfarben, eine flockige Schattierung oder unterschiedlich pigmentierte Krallen. Liegt ein starker Farbfehler vor, so findet sich beim Kaninchen viel Weiß am Kopf, eine falsche Augen- oder Krallenfarbe, mitunter auch Zwischenfarben oder eine grau-blaue Unterfarbe.

Wie alt werden Zwergwidder? 

Zwergwidder erreichen ein Lebensalter zwischen acht und 12 Jahren. 

Zucht und Herkunft von Zwergwiddern

Die Herkunft der Zwergwidder lässt sich auf eine Kreuzung aus den Farbzwergen und den Widdern zurückführen. Die Nager mit den schönen Schlappohren wurden erstmals 1952 in den Niederlanden von Adrian de Cock gekreuzt. Ursprünglich misslang die Zucht mit einer Farbzwerg-Häsin und einem Deutschen Widder, ehe der heutige Zwergwidder aus einer Kreuzung mit Englischen Widdern entstand. 12 Jahre später stellte Cock seine Züchterarbeit in der holländischen Bundesschau vor. Der Andrang war immens, sodass einige Exemplare des Zwergwidders noch im selben Jahr nach Deutschland importiert wurden. Allerdings wurde die beliebte Rasse hierzulande erst ab 1973 anerkannt, wobei die Zwergwidder bis 2003 den Namen Widderzwerg trugen.

Bei der Zucht der Zwergwidder gibt es wiederum einige Besonderheiten zu beachten. Züchter verfolgen einerseits das Ziel, ein „Zwergkaninchen“ von geringer Größe zu erhalten. Andererseits sollte der „Widdertyp“ stets erhalten bleiben, sodass die Tiere schlussendlich ein Gewicht zwischen 1,5 und 2 Kilogramm auf die Waage bringen. Als wesentliche Merkmale sind für die Züchter also der Typ, die Robustheit, die Größe und Masse anzusehen. Bevorzugt werden nicht unbedingt die kleinsten Tiere, sondern diejenigen, die innerhalb der vorgegebenen Gewichtsgrenzen den „Widder-Typ“ am besten verkörpern. Möchtest du dir einen Zwergwidder zulegen, der die hier aufgelisteten Merkmale erfüllt, findest du in der Übersicht der Züchter deutscher Kaninchenzucht-Vereine einen Züchter in deiner Nähe.


Kurzsteckbrief Zwergwidder

Steckbrief Zwergwidder Kaninchen

Name der Rasse: Zwergwidder

Lebenserwartung: 8 bis 12 Jahre

Größe: klein (20 – 40 cm Länge) 

Gewicht: mindestens 1,2 Kilogramm, normalerweise zwischen 1,5 und 2 Kilogramm

Körperform: gedrungen mit ausgeprägtem Kopf

Fell: kurz, dichte Unterwolle, weich

Farbe der Zwergwidder: verschiedene – meistens blau oder grau

Charakter: freundlich, genügsam und ausgeglichen

Haltungsempfehlung: am besten mit mindestens einem Artgenossen, Käfighaltung, idealerweise mit angrenzendem Freigehege

Bewegungsbedarf: mittel

Pflegebedarf: gering

Platzbedarf: mittel

Anschaffungspreis: rund 15 bis 50 Euro

Typischer Charakter von Zwergwidder-Kaninchen

Zwergwidder sind unter den Kaninchenrassen sehr soziale Wesen. Sie sind freundlich und benötigen zu anderen Artgenossen Kontakt, damit sie glücklich sind. Generell hast du, wenn du dich für einen Zwergwidder entscheidest, ein wenig schreckhaftes und gutmütiges Tier. Da sich die Kleintiere Menschen gegenüber sehr aufgeschlossen und zutraulich zeigen, kannst du sie problemlos in einem Haushalt mit Kindern unterbringen. Du solltest aber wissen, dass Zwergwidder andererseits einen sehr genügsamen Charakter haben. Sie sind gerne mal ein bisschen faul und bequem, sodass die Gefahr besteht, dass sie Übergewicht entwickeln. Deshalb sollten die niedlichen Tiere genügend Auslauf bekommen und artgerecht ernährt werden.

Haltung und Pflege – Was musst Du bei der Haltung von Zwergwiddern beachten?

Ein Kaninchenstall zum Wohlfühlen

Falls du überlegst, dir einen Zwergwidder anzuschaffen, solltest du bei der Haltung und Pflege des Nagers einige Aspekte beachten. Grundsätzlich haben die Zwergwidder ein sehr soziales und geselliges Wesen, sodass du in jedem Fall mindestens zwei Kaninchen anschaffen solltest. Wenn die beiden keinen Nachwuchs bekommen sollen, empfiehlt es sich, einen Rammler und eine Häsin nicht gemeinsam zu halten. Damit sich die Zwergwidder rundum wohlfühlen, benötigen sie einen ausreichend großen Käfig – dieser sollte mindestens 150 Zentimeter breit sein. Sofern du die Zwergwidder im Innenraum hältst, darf der Käfig nicht zu nah an der Heizung oder am Fenster stehen. 

Idealerweise verfügt der Käfig über ein angrenzendes Freigehege. Hier können die Kaninchen auch im Winter Auslauf bekommen, da sie sogar Minustemperaturen kurzzeitig gut aushalten. Selbstverständlich benötigen sie mindestens für die Nächte einen warmen Unterschlupf. Im Sommer hingegen sollte das Gehege möglichst im Schatten stehen, damit die Zwergwidder keinen Hitzeschlag bekommen. Achte darauf, den Käfig gut zu sichern, da die Kaninchen gerne buddeln und durch eine undichte Stelle ausbüchsen können. Denke, wenn du den Käfig ausstattest, außerdem an ein geschütztes Holzhäuschen, das die kleinen Nager als Versteck und Rückzugsort nutzen. Als weitere wichtige „Basics“ für den Kaninchenstall solltest du Heu, einen Wasserbehälter sowie mehrere Futterschälchen anschaffen.

Pflegehinweise für Zwergwidder

Ganz wichtig bei der Pflege der Zwergwidder-Kaninchen ist die richtige Stallpflege. Da sich die Tiere eine Ecke aussuchen, in der sie ihr Geschäft verrichten, solltest du den Käfig mindestens jeden dritten Tag gründlich säubern. Auch die Futternäpfe und Wasserspender solltest du reinigen, damit die Tiere keine Krankheitserreger aufnehmen. Es macht sich zudem gut, einmal monatlich einen „Großputz“ vorzunehmen, bei dem du das komplette Streu auswechselst. 

Was die Pflege der kleinen Nager selbst angeht, bereiten sie nicht allzu viel Aufwand. Einmal am Tag solltest du prüfen, ob die Schlappohren schmutzig sind. Auch die Krallen und Zähne solltest du täglich begutachten, damit die Tiere weiterhin gesund bleiben. Es ist meistens nur ein bis zweimal im Jahr notwendig, die Krallen zu schneiden, da die Nager diese beim Graben selbst abnutzen. Für die Fellpflege sorgen die Zwergwidder ebenfalls selbst, indem sie sich putzen. Es spricht jedoch nichts dagegen, das Fell gelegentlich zu bürsten. Bei einer Außenhaltung empfiehlt es sich, zusätzlich den Körper der Tiere auf Milben, Flöhe und Zecken abzusuchen. Vor allem die Fliegenmaden können sogar lebensbedrohlich werden, wenn sie am After festkleben. Daher solltest du, sobald es wärmer wird, diese Stelle täglich überprüfen und die Toilette jeden Tag gründlich reinigen.

Ernährung – das dürfen Zwergwidder fressen

Als Basis einer ausgewogenen Ernährung sollten deine Zwergwidder Heu und hochwertiges Frischfutter bekommen. Heu sollte den Tieren dabei immer frei zur Verfügung stehen. Ideal sind außerdem Grünfutterkomponenten, die beispielsweise aus Salat, Gräsern, Kräutern und Gemüse bestehen. Als kleine „Feinschmecker“ freuen sich die Zwergwidder außerdem gelegentlich über ein bisschen Obst. Darüber hinaus sollte das Futter für Zwergwidder-Kaninchen mit getreidefreien Sets aufgewertet werden. Dafür kommen beispielsweise Mischungen aus Blüten und Kräutern in Betracht, die sich als Diät- und Ergänzungsfutter eignen. Eine ebenfalls schmackhafte Beigabe sind getreidefreie Kräuter aus dem Gemüsegarten. Je nach Vorliebe können deine Nager aber auch die nachfolgenden Futtermittel und gesunden Leckerlies bekommen: 

Falls du dich nicht entscheiden kannst, dann profitierst du von einem Häppchen-Set für Kaninchen mit verschiedenen Leckerlies oder einem Strukturfutter-Set mit bis zu 17 unterschiedlichen Bestandteilen. 

Wichtig: Zwergwidder haben empfindliche Mägen und reagieren sehr sensibel auf Futterwechsel. Daher solltest du es vermeiden, ständig neue Futtermittel auszuprobieren oder aber das gewohnte Futter nur langsam durch andere Nahrung ersetzen. Achte zudem darauf, dass die Nager zu jeder Zeit ausreichend Wasser zu trinken bekommen.

Krankheiten – Sind Zwergwidder Kaninchen besonders anfällig für Krankheiten?

Normalerweise sind Zwergwidder sehr robust und haben nicht mehr Krankheiten als andere Rassen. Ein „Schwachpunkt“ sind allerdings ihre langen Ohren, die bei mangelnder Pflege verunreinigen oder sich entzünden können. Daher ist es ganz wichtig, dass du die Öhrchen der Tiere regelmäßig überprüfst. Sollten sich die Zwergwidder öfters an den Ohren kratzen oder ihren Kopf schütteln, deutet dies auf eine mögliche Erkrankung hin. In diesem Fall ist es sinnvoll, mit den Kaninchen zum Tierarzt zu gehen.

Übrigens: Vergleichsweise seltener haben Zwergwidder Entzündungen an den Augen, Blasenentzündungen oder einen Schnupfen. Mitunter leiden die Nager bei falscher Fütterung an Durchfall oder Verstopfung. In diesen Fällen hilft es zunächst, den Tieren ausreichend Flüssigkeit – wie etwa beruhigenden Kamillentee – anzubieten. Seltener erkranken die Tiere ernsthaft, etwa an der Kaninchenpest, die leider oft tödlich verläuft. Damit die einschlägigen Symptome wie Atemnot oder Schmerzen beim Fressen gar nicht erst auftreten, solltest du deine Nager jährlich gegen die Krankheit impfen lassen.

Wo kann man Zwergwidder kaufen? 

Möchtest du einen Zwergwidder kaufen? Dann solltest du dir überlegen, ob du die Tiere lieber aus dem Tierheim, dem Zoohandel oder vom Züchter erwerben möchtest. 

Zwergwidder aus dem Zoohandel

Nachteilig am Zoohandel ist der Umstand, dass die Tiere möglicherweise einen langen Transportweg hinter sich haben und durch den Publikumsverkehr jeden Tag enormen Stress ausgesetzt sind. Außerdem verkauft ein Zoohandel oftmals keine reinrassigen Tiere. Solltest du die Zwergwidder dennoch hier kaufen, ist viel Geduld und Fürsorge nötig, damit die anfangs verängstigten Tiere ihre Scheu ablegen und sich an das neue Zuhause gewöhnen. 

Zwergwidder aus dem Tierheim

Im Tierheim findest du Zwergwidder aus allen „Altersklassen“, also erwachsene Tiere oder Jungtiere. Viele Tiere, die im Tierheim warten, wurden vernachlässigt oder waren unerwünscht, weshalb sie sich ganz besonders über ein liebevolles, artgerechtes Zuhause freuen. Vorteilhaft am Tierheim ist auch, dass dir deren Mitarbeiter eine unabhängige Beratung bieten und oftmals Tiere aus einem Haushalt haben, die schon lange zusammenleben. Falls du gerne ein in Not geratenes Tier aufnehmen möchtest, solltest du Zwergwiddern aus dem Tierheim auf jeden Fall eine Chance geben.

Zwergwidder vom Züchter

Ein Züchter ist die richtige Anlaufstelle für dich, wenn du eine bestimmte Rasse mit spezifischen Besonderheiten suchst. Achte jedoch auch hier auf einen seriösen Anbieter. Züchter, die sich nicht mit den Tieren beschäftigen und ihnen keinen Auslauf gönnen, solltest du meiden. Auch bei Züchtern, die ihre Jungtiere vor der achten Woche anbieten, solltest du nicht kaufen. Prüfe bei einem Züchter also – den Kaninchen zuliebe – ganz genau, ob dieser am Tierwohl interessiert ist oder lediglich aus Profitgründen handelt.

Gut zu wissen: Spannende Fakten zu Zwergwiddern

  • Besonders niedlich wirken die Zwergwidder durch ihre hinunterhängenden Ohren. Diese sind bis zu 28 Zentimeter lang und reichen bis knapp unter das Kinn. 
  • Es gibt neben den Zwergwiddern auch Französische Widder, Englische Widder und Deutsche Widder. 
  • Die Häsin bringt etwa drei bis fünf Jungtiere in speziellen Wurfkästen zur Welt. Sobald die anfangs unbehaarten und blinden Tiere etwa neun Wochen alt sind, lernen sie, selbstständig zu fressen und erkunden ihr Gehege. 

 

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