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Hermelinkaninchen

Hermelinkaninchen zählen zu den Zwergkaninchen und bringen lediglich 1,5 Kilogramm auf die Waage. Sie sind etwa seit dem 15. Jahrhundert in Deutschland verbreitet und gehören zu den beliebtesten Zwergkaninchenrassen überhaupt. Viele Halter schätzen an dieser Rasse, dass sie sehr pflegeleicht ist und sowohl Indoor- als auch Outdoor gehalten werden kann. Erfahre nachfolgend alles, was du wissen möchtest, bevor du ein Hermelinkaninchen kaufst!

Aussehen des Hermelinkaninchens

Hermelinkaninchen zählen zu den Zwergrassen, weshalb sie relativ klein sind. Hermelinkaninchen bringen bei einer Größe von 20 bis 40 cm lediglich maximal 1,5 Kilogramm auf die Waage. Äußerlich haben die Nager einen gedrungenen Körperbau mit einem relativ kleinen Kopf, breiter Stirn und großen Augen. Auch ihre straff nach oben gerichteten, fünf bis sechs Zentimeter langen Ohren sowie ihre Vorder- und Hinterläufe sind kurz geraten. Mit dem gedrungenen, kompakten Körperbau geht eine kurze Fellbeschaffenheit einher. Wichtig zu wissen ist ebenfalls, dass es diesen „Zwergen-Typ“ in zwei Varianten gibt.

Blauäugiges Hermelinkaninchen

Hermelinkaninchen weisen zwei Farbeinschläge auf, die sich optisch jedoch ausschließlich in einer anderen Augenfarbe zeigen. Die Tiere mit blauen Augen (leuzistische Tiere) haben keine Melanozyten und somit einen Gendefekt. 

Rotäugiges Hermelinkaninchen

Beim Hermelin Rotauge (albinotische Typ) sind die farbgebenden Zellen lediglich „defekt“, weshalb die Nager rote Augen haben. Generell wurden die rotäugigen Kaninchen zuerst gezüchtet.  


Kurzsteckbrief Hermelinkaninchen

hermelinkaninchen-steckbrief

Herkunft: nicht genau bekannt, mutmaßlich aus Polen bzw. England

Lebenserwartung: 8 bis 12 Jahre

Größe: Körperlänge beträgt ca. 20 bis 40 cm

Gewicht: 1 bis 1,5 Kg

Fellbeschaffenheit: dicht, weich, kurz

Farbe: weiß

Charakter: lebhaft, genügsam, freundlich, aufmerksam

Bewegungsdrang: mittel

Pflegeaufwand: gering

Platzbedarf: mittel

Haltung: Indoor und Outdoor

Anschaffungspreis: zwischen 10 und 50 Euro


Herkunft von Hermelinkaninchen: Das erste Zwergkaninchen

Hermelinkaninchen werden als älteste Zwergkaninchenrasse der Welt angesehen. Ursprünglich waren es Polen, die als Pelzhersteller die Tiere nach England überführten. Die ersten öffentlichen Belege für Hermelinkaninchen tauchten dort im Jahr 1884 auf. Anschließend kamen die „Polnischen Kaninchen“, wie sie zwischenzeitlich genannt worden, um die Jahrhundertwende auch nach Deutschland. Hierzulande bürgerte sich allerdings der Name „Hermelinkaninchen“ ein. Mit der Einwanderung wurden in Sachsen dann die ersten „Blauaugen“ gezüchtet. Bei der Herkunft der Blauaugen kreuzten die Züchter die „originalen“ Rotaugen mit Holländern. Folglich entstanden die „typischen“ Hermelinkaninchen erst ab den 1920er Jahren. 

Zucht von Hermelinkaninchen

Hermelinkaninchen weisen einige Besonderheiten bei der Zucht auf. Dabei kommt der sogenannte „Zwergenfaktor“ zum Tragen, der bis zu ein Viertel aller Jungtiere nicht lebensfähig macht. Erschwerend hinzu kommt der Umstand, dass ein weiteres Viertel nicht dem gängigen Rassenstandard entspricht. Zudem werfen die Zwergrassen nach einer Tragzeit von bis zu 32 Tagen nur wenig Junge (schätzungsweise drei bis fünf Jungtiere). Sind die Tiere erst geboren, entwickeln sie sich wiederum relativ schnell: Die anfangs unbehaarten und blinden Jungen können nach neun bis 11 Tagen langsam sehen und fressen. Nach weiteren drei Tagen verlassen die „Nesthocker“ erstmals ihren Unterschlupf und erkunden den Stall. Ab einem Alter von acht Wochen ist es dann üblich, die Jungen von der Mutter zu trennen.

Typischer Charakter von Hermelinkaninchen

Nicht zuletzt durch ihren gutmütigen Charakter gelten Hermelinkaninchen als besonders beliebt. Die meisten Vertreter dieser Rasse sind anfangs etwas zurückhaltend, fassen aber zu ihren neuen Besitzern schnell Vertrauen. Entscheidest du dich für ein Hermelinkaninchen, so hast du einen lebhaften und friedlichen Begleiter an deiner Seite. Hermelinkaninchen springen und toben gerne, fühlen sich aber auch in kleinen Käfigen wohl, da sie sehr genügsam sind. Folglich machen die liebenswerten und freundlichen Nager kaum Probleme. Du solltest allerdings beachten, dass sich Hermeline untereinander nicht immer gut vertragen. 

Haltung und Pflege – Was musst du bei der Haltung von Hermelinkaninchen beachten? 

Bei der Haltung und Pflege der liebeswerten Nager solltest du einiges beachten, damit es ihnen weiterhin gut geht. 

Haltung 

Hermelinkaninchen solltest du, wenn möglich, mindestens zu zweit mit einem Artgenossen in einem ausreichend großen Gehege halten. Die Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. empfiehlt dafür einen Käfig, dessen Größe bei mindestens sechs Quadratmetern liegt. Zusätzlich dazu benötigen deine Hermelinkaninchen regelmäßigen Auslauf – entweder in der Wohnung/im Haus oder draußen im Garten. Falls deine Hermelinkaninchen in der Wohnung herumhoppeln, solltest du diese „sicher“ machen und potenzielle Gefahrenquellen wie Kabel oder Pflanzen verdecken bzw. wegstellen.

Idealerweise richtest du einen Käfig mit einem anliegenden Freigehege ein. Bedenke aber, dass die Zwergrasse weder extreme Hitze noch extreme Kälte oder Temperaturumschwünge verträgt. Folglich solltest du den Stall gut isolieren und – insbesondere im Sommer – für ein schattiges Plätzchen sorgen. Solltest du drei Nager oder mehr halten, benötigen diese entsprechend mehr Platz. Im Idealfall bekommt jedes Tier ein eigenes Häuschen mit einem eigenen Ein- und Ausgang. Bedenke, wenn du das Gehege einrichtest, ebenfalls an einen gemütlichen Schlafplatz, Trink- und Futternäpfe sowie Beschäftigungsmöglichkeiten.

Pflege

Die Pflege der Hermelinkaninchen ist nicht allzu aufwendig. Ihr kurzes Fell halten die Nager meistens alleine sauber, sodass du normalerweise nicht zusätzlich bürsten musst. Allerdings solltest du die Krallen sowie die Läufe der Kaninchen regelmäßig kontrollieren. Vor allem bei einer Indoor-Haltung solltest du verstärkt darauf achten, da die Nager ihrer Krallen dann meistens nur unzureichend abnutzen. Bei der Fellfarbe können sich durch das Futter oder durch nasses Streu Verfärbungen bilden. Diese sind jedoch harmlos und müssen normalerweise nicht abgewaschen werden. Neben dem Krallenschneiden sollten deine Hermelin-Kaninchen einen regelmäßigen Gesundheits-Check-Up erhalten, sprich: Die Kontrolle von Augen, Ohren, Gewicht und Fellbeschaffenheit, um Krankheiten rechtzeitig zu erkennen. Weiterhin ist es notwendig, den Käfig der Nager in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren und zu reinigen. So können sich Krankheitserreger wie Bakterien gar nicht erst im Streu oder auf den Trink- und Futterbehältern ausbreiten.

Ernährung – Das schmeckt dem Hermelinkaninchen am besten

Grundnahrungsmittel von Hermelinkaninchen sollte Raufutter sein. Raufutter wie Heu ist wichtig für den Zahnabrieb. Der hohe Rohfaseranteil unterstützt zudem die Verdauung eures Kaninchens. Deswegen sollte Heu deinen Hermelinkaninchen frei zur Verfügung stehen.

Besonders sollte man bei Hermelinkaninchen darauf achten, typische Fütterungsfehler zu vermeiden. Anstelle lediglich das handelsüblichen Trockenfutters zu füttern, das den Stoffwechsel der Nager verlangsamt und zu Verdauungsstörungen führt, solltest du ganzjährig auf ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot aus Grünfutter, Obst und Gemüse setzen. Im Sommer bietet sich Grünfutter von draußen an, im Winter kannst du typisches Gemüsegrün wie Kohlgemüse, Kohlrabiblätter oder Stangensellerie verfüttern und diese durch Trockenkräuter ergänzen.

„Leckerlies“ mit Zucker oder Melasse aus dem Handel solltest du ebenfalls vermeiden, da sie für das Kaninchen sogar gesundheitsschädlich sein können. Stattdessen bietet sich ein getreidefreies Strukturfutterset als Zwischenfutter an, das die Verdauung der Nager nicht belastet, sondern unterstützt. In solchem Strukturfutter-Sets finden sich viele abwechslungsreiche Komponenten wie Blütenkräuter, Knabberbällchen oder getreidefreie Strohkarotten, die obendrein den Zahnabrieb der Kaninchen verbessern.

Krankheiten – Sind Hermelinkaninchen besonders anfällig für Krankheiten?

Der Zwergenfaktor bei Zwergkaninchen kann das Auftreten von Krankheiten bei Hermelinkaninchen begünstigen. Ist der Zwergenfaktor stark ausgeprägt, so entwickeln manche Nager beispielsweise Fehlstellungen an den Zähnen oder verstopfte Tränenkanäle. Im Laufe der Zeit kann insbesondere die Zahnfehlstellung den Kaninchen große Probleme bereiten, da sie ihre Zähne nicht abwetzen können. In solchen Fällen muss häufig der Tierarzt eingreifen und die Zähne kürzen, damit das Häschen wieder wie gewohnt ohne Schmerzen fressen kann.

Gut zu wissen: Spannende Fakten zu Hermelinkaninchen

  • Hermelinkaninchen kommen in speziellen, mit Stroh gepolsterten Wurfkästen auf die Welt.
  • Diese Rasse wurde nach dem „echten Hermelin“, einer Marderart mit schneeweißem Fell, benannt. 
  • Hermeline, deren Gewicht unter einem Kilogramm liegt, sind bei Rassenschauen nicht zugelassen.

 

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